Was soll ich studieren?

Studieren ist in Deutschland so angesagt wie niemals zuvor. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren an deutschen Universitäten und Hochschulen im Wintersemester 2010/11 mehr als 2,2 Millionen Studenten immatrikuliert. Gegenüber dem Wintersemester 2009/10 ist das eine Erhöhung von mehr als 4 Prozent und die höchste Anzahl von Studenten, die jemals registriert wurde.

Einerseits ist dieser Trend zwar erfreulich, da ein hoch entwickeltes Industrieland wie Deutschland einen enormen Bedarf an Absolventen höherer Bildungseinrichtungen der verschiedensten Fachrichtungen hat, andererseits sagt das aber noch nichts darüber aus, wie viele Studenten ihr Studium erfolgreich abschließen und wie es mit der Belegung in den verschiedenen Studienrichtungen aussieht. Erfahrungsgemäß herrscht in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern oft ein Mangel an Studenten, während andere Studienrichtungen wie Recht oder schöngeistige Bereiche zu stark frequentiert sind.

Die Auswahl der geeigneten Studienrichtung beginnt schon Jahre vor dem Abitur. Natürlich spielen Talent und persönliche Neigungen dabei eine wichtige Rolle, sollten jedoch nicht ausschließlich berücksichtigt werden. Ein Studium dauert mehrere Jahre und erfordert viel Geld und große Anstrengung. Am Ende des Studiums möchte der Absolvent seine Bemühungen belohnt wissen und eine gute Position finden, die sich nicht nur finanziell lohnt, sondern die ein interessantes Tätigkeitsfeld und gute Aufstiegschancen bieten. Es ist daher ratsam, dass sich Schüler, die planen, zu studieren, rechtzeitig beraten lassen. Bei allen Agenturen für Arbeit gibt es speziell ausgebildete Studienberater, die regelmäßig die Schulen in ihrem Einzugsbereich besuchen. Auch Tage der offenen Tür sind eine gute Gelegenheit, sowohl Forschungs- und Bildungseinrichtungen als auch Unternehmen zu besuchen und interessante Einblicke zu erhalten, die man sonst nicht bekommen könnte. Häufig eröffnen sich dadurch Möglichkeiten, die man vorher gar nicht gekannt hatte. Manche Unternehmen bieten ein Stipendium an, wenn Absolventen nach dem Studium bei ihnen arbeiten. Es ist auf jeden Fall besser, sich vorher gründlich zu orientieren, als das Studium hinterher abzubrechen oder gar nach dem Abschluss feststellen zu müssen, dass in der gewählten Studienrichtung die Zahl der Absolventen weit größer als die der Stellenangebote ist.

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