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Die Lange Nacht der Wissenschaften 2007

 

Reinkommen, Zuschauen, Staunen!
Hochschule für Musik lädt zum Hören und Mitmachen ein

An verschiedenen Spielorten wie der Studiobühne, dem Treppenhaus, dem neuen Kammermusiksaal, aber auch in den zahlreichen Seminarräumen und im Tonstudio werden Möglichkeiten geboten, Leben und Arbeiten in der Hochschule für Musik in Nürnberg hautnah zu erleben.

So werden „Trommelspielereien à la Stomp“ mit Florian Betz sicher alle Rhythmusbegeisterten in ihren Bann ziehen. Mitmachen ist hier erwünscht wie auch bei Michael Forsters „Esch kalibenda - Xylophon, Trommel, Rassel und Co.“. Bei „TatOrt“ – einem Kaleidoskop absurder Szenen mit Tanz, Musik, Gesang und mehr – kann man dann auf vergnügliche Weise einfach einer Performance der Elementaren Musikpädagogik (EMP) folgen.

Wer einen neuen Zugang zur Musik der Moderne bekommen will, hat in einem Workshop mit den Pianistinnen Tatjana Hoch und Smilja Krstanovic Gelegenheit. Über grafische Notation, Dirigierübungen und Klavierimprovisation nähern sich die Besucher einer Komposition aus dem Bereich der sogenannten Neuen Musik. Ein praktisches Beispiel mit einem Blick in die kompositorische Werkstatt gibt wiederum Volker Blumenthaler: Er spielt an diesem Abend Ausschnitte aus seinem Zyklus „Pensieri sparsi“ (Verstreute Gedanken) für Violoncello solo.

Ein weltbekannter Tenor ist an diesem Abend beim Unterricht zu beobachten: Professor Siegfried Jerusalem, auf der Bayreuther Festspielbühne ebenso geschätzt wie auf allen großen Bühnen der Welt, wird zeigen, wie man eine Arie einstudiert, „zur Reife führt“. Außerdem werden Studierende der Gesangsklassen die Kunst der Gestaltung und Verzierung an Arien aus der Oper "Radamisto" von Georg Friedrich Händel unter der Leitung von Birgit Beyer vorführen.

Harfenmusik von Claude Debussy, Isang Yun und anderen auf der Konzertharfe sowie der chinesische Harfe Zheng, Barockmusik, Musik der Jahrtausendwende und Tango Nuevo auf dem Akkordeon und „Musica Ricercata“ von György Ligeti sowie Werke vom Solo bis zum Kontrabassquartett aus verschiedenen Epochen geben einen weiteren Einblick in die Vielfalt der Musik und der unterschiedlichen Studiengänge an dieser Hochschule.

Wer ein Jahrhunderte altes Verfahren, bei dem die Tonstufen mit speziellen Silben und Handzeichen verknüpft werden, kennen lernen will, sollte sich den Vortrag und Miniworkshop über „Relative Solmisation“ von Professorin Renate Reitinger nicht entgehen lassen. Die „Relative Solmisation“ wird zur Stimm- und Gehörbildung sowie im Sinne einer angewandten Musiktheorie eingesetzt. „Klavierüben einst und jetzt“ ist Thema von Ulrich Hench und Studierenden, während Sally Becker erläutert, wie man dem Nachwuchs beim Klavierüben helfen kann.

Last but not least gibt es auch dieses Mal wieder fetzigen Jazz: Studierende treffen auf darstellende Kunst mit Live-Instrumenten und Live-Malerei. Im Treppenhaus ist zu erfahren und zu hören, wie die Musik zu einem Bild von Henri Matisse oder einer Szene von Donald Duck klingen könnte, während das Schlagzeugduo „Ensemble Remembre“ mit Radek Szarek und Marcin Weclewski „Swing, Groove und mehr“ bietet.

„Esch kalibenda“
Reinkommen, Zuschauen, Staunen! Unter diesem Motto wollen Dozenten und
Absolventinnen von Professorin Vroni Priesner Besucher verführen. Michael Forster zum Beispiel mit "Esch kalibenda - Xylophon, Trommel, Rassel und Co.", einem Angebot zum Mitmachen für die Generation "50plus".
18.00, EMP-Saal


„Fässer klingen besser“
Florian Betz bietet mit „Fässer klingen besser -
Trommelspielereien à la Stomp“ allen Rhythmusbegeisterten eine Gelegenheit zum Ausprobieren.
19.30, EMP-Saal

„TatOrt“
Viola Robakowski, Katharina Schmerer, Kristina Glücker und Marisa Martin präsentieren "TatOrt" - ein Kaleidoskop absurder Szenen mit Tanz, Musik, Gesang und mehr...
20.30, EMP-Saal

Relative Solmisation
Ein uraltes Verfahren neu entdeckt
Lernen Sie ein Jahrhunderte altes Verfahren anhand von praktischen Beispielen kennen, die Ihnen Professorin Renate Reitinger vorstellt. Die Relative Solmisation verknüpft die Tonstufen mit speziellen Silben und Handzeichen. In der modernen Musikpädagogik wird sie zur Stimm- und Gehörbildung sowie im Sinne einer angewandten Musiktheorie eingesetzt. Vortrag mit Miniworkshop.
18.30, 19.30, 20.30, 21.30, H 14, max. Besucherzahl: 40, für Kinder geeignet


Neue Musik als Modell für die Klavierimprovisation
Erleben Sie in diesem Workshop gemeinsam mit den Pianistinnen Tatjana Hoch und Smilja Krstanovic einen neuen Zugang zur Musik der Moderne. Über grafische Notation, Dirigierübungen und Klavierimprovisation nähern wir uns einer Komposition aus dem Bereich der sogenannten Neuen Musik. Vorkenntnisse im Klavierspiel sind nicht erforderlich.
21.00, 22.00, 23.00, H 208, max. Besucherzahl: 20


Klavierüben einst und jetzt
Wie hat man wohl zu Zeiten Bachs oder im Laufe der Jahrhunderte Klavier
geübt? Ein Vortrag mit Klangbeispielen wird darüber Aufschluss geben.
Ulrich Hench wird anhand signifikanter Schlaglichter die umfangreiche
Geschichte des Klavierübens von Bach bis heute grob beleuchten und
Studierende des klavierpädagogischen Seminars werden die Stationen
am Flügel klanglich „illustrieren“.
19.00, 20.00, 21.00, 22.00, Raum 108

Wie helfe ich beim Üben?
Kann ich meinem Kind beim Üben helfen? Diese Frage stellen sich Eltern immer wieder.
Dozentin Sally Becker nimmt Stellung zu diesem Thema, gibt praktische Hinweise und Hilfestellungen zu Besonderheiten des Übens in kindlichen Entwicklungsphasen. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion.
19.30 – 20.00 und 20.00 – 20.30, Raum 111


LAUT-KLANG-BILD
Der Komponist Volker Blumenthaler spielt Ausschnitte aus seinem Zyklus "Pensieri sparsi" (Verstreute Gedanken), 2006/2007 für Violoncello solo entstanden. Blumenthaler gibt einen Einblick in die kompositorische Werkstatt und spricht über Zusammenhänge von musikalischer und dichterischer Poesie.
19.00, 21.00, 23.00, Raum 107 a

Lernen mit Siegfried Jerusalem
Vom weiten Erfahrungsfeld eines weltbekannten Tenors zu profitieren, diesen Vorzug genießen Studierende der Hochschule für Musik in Nürnberg. Professor Siegfried Jerusalem, auf der Bayreuther Festspielbühne ebenso geschätzt wie auf allen großen Bühnen der Welt, wird an diesem Abend zeigen, wie man eine Arie einstudiert, „zur Reife führt“. Eine seltene Gelegenheit, einen bedeutenden Künstler und Lehrer zu erleben.
18.00 bis 22.00, Raum 215

 

Die Kunst der Verzierung
In der Oper des Spätbarock konnten die Sängerinnen und Sänger ihre Gesangs- und Improvisationskunst zeigen und ihre Fähigkeit demonstrieren, den jeweiligen Affekt der meist leidenschaftlichen und dramatischen Da-Capo-Arien darzustellen. In dieser Nacht werden Studierende der Gesangsklassen diese Kunst der Gestaltung und Verzierung an Arien aus der Oper "Radamisto" von Georg Friedrich Händel unter der Leitung von Birgit Beyer vorführen. Am Cembalo begleitet Ralf Waldner.
20.00, 20.30, 21.00, 21.30, Raum 115

„Ton formt Farbe tont Form“
oder anders ausgedrückt: Studierende treffen auf darstellende Kunst. Die Musiker der Klasse von Professor Steffen Schorn führen dessen Werk „Tiefenträume“ mit Live-Instrumenten und Live-Malerei auf.
22.00 – 24.00, Kleiner Saal

Jazz & Pictures
Wie könnte die Musik zu einem Bild von Henri Matisse klingen? Wer neugierig ist, sollte sich die Studierenden der Klasse von Professor Martin Schrack an diesem Abend anhören. Ob zu Matisse, einer Szene von Donald Duck oder anderen Comics: den Musikern fällt etwas ein! Sie spielen zu den entsprechenden Projektionen und lassen Stimmungen entstehen – ein Angebot an die Phantasie. Umgekehrt werden sich bildende Künstler von den Studierenden inspirieren lassen – zu neuen Werken. Spannend!
22.00 – 24.00, Treppenhaus

Swing, Groove und mehr
Allerlei Überraschungen bietet der Auftritt des Schlagzeugduos „Ensemble Remembre“ mit Radek Szarek und Marcin Weclewski.
Radek Szarek studiert an der Nürnberger Musikhochschule in der Meisterklasse von
Professor Hermann Schwander und hat bereits zahlreiche Preise bei nationalen wie internationalen Wettbewerben erhalten. Er ist wie Marcin
Weclewski Stipendiat der Yehudi Menuhin Live Music Now Stiftung. Marcin
Weclewski, studiert seit 2002 an der Jazz Abteilung der Musikhochschule bei
Hans-Günter Brodmann. Auch Weclewski verzeichnet zahlreiche Wettbewerbserfolge und ist inzwischen einer der gefragtesten Drummer Nürnbergs.
19.00 – 20.00, 21.00 – 22.00 , Kleiner Saal

„Harpe Diem“
Die Harfe ist seit 5000 Jahren Bestandteil unserer Kulturgeschichte. Mythen-,
legenden- und sagenumwoben erfährt sie in den verschiedenen Ländern und Kulturen immer wieder neue Deutungen und Symbolismen. Die Harfenklasse von Lilo Kraus beleuchtet mit ihrer Dozentin die Harfe besonders im Spannungsfeld „Europa – Asien“. Vorgestellt und gespielt werden: die Konzertharfe und die chinesische Harfe Zheng, Musik von Claude Debussy, Isang Yun und anderen.
18.00 – 19.00 und 20.00 – 21.00, Kammermusiksaal

Timeless d’accord
Barockmusik, Musik der Jahrtausendwende und Tango Nuevo.
Für das Konzertakkordeon gibt es erst seit 1927 Kompositionen. Deshalb ist der Trip der Akkordeonklasse von Irene Urbach ins 18. Jahrhundert besonders spannend. Hier werden für ein junges Instrument alte Meisterwerke z.B. von Joh. Seb. Bach. erforscht, übertragen und nach Originalnoten gespielt. Es wird aber auch zeitgenössische Musik von Komponisten aus Japan, Finnland und Dänemark zu hören sein. Mit dem zeitgenössischen Werk "Tango Prism" wird schließlich eine Brücke zu Piazzolla´s Tango Nuevo entstehen.
19.00 – 20.00 und 20.00 – 21.00, Kammermusiksaal

„Musica Ricercata“
Auf der Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksformen erarbeiten und erläutern Studenten der Klasse von Professor Gabriel Rosenberg die „Musica Ricercata“ von György Ligeti.
20.00, 21.00, Raum 209a

Vom Solo bis zum Kontrabassquartett
Werke aus verschiedenen Epochen spielen Studierende der Klasse von Professor Dorin Marc. Ob nun Kontrabass solo mit Klavierbegleitung oder Kontrabassquartett: Hier wird Einblick in einen Unterricht gewährt, den man ansonsten wohl eher nicht erhält.
20.00 - 21:30 (Unterricht), 21.45 bis 23.00 (Vortrag), Raum 109a